Lemur catta ?
Linné, 1758
[Maki mococo] Muirhead, 1819
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Katta
Ring-tailed Lemur
Lémur catta oder Maki catta
Ringstaartmaki oder Katta
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Der Katta ist an der Oberseite grau bis graubraun gefärbt, der Bauch ist weiß. Das Gesicht ist maskenähnlich schwarzweiß gezeichnet. Die Augen der ausgewachsenen Tiere sind orange bis gelb gefärbt. Der Schwanz ist länger als der Körper und weist eine schwarz-weiße Ringelung auf. Er dient dem Tier als Signalfahne und Duftwedel und wird beim Springen und Klettern als Balancierstange verwendet. Mit seinem gewaltigen Sprungvermögen kann es sogar an Wänden bis zu 3 m Höhe emporspringen. Der Halbaffe ist tagaktiv und lebt sehr gesellig in Gruppen von 20 - 30 Tieren. Zwischen den Männchen und Weibchen herrscht eine strenge Rangordnung. Während die Weibchen normalerweise ein Leben lang in ihrem Sozialverband, in dem sie geboren wurden, bleiben, wechseln die Männchen einmal oder öfter die Gruppe. Man kann den Katta häufig beim Sonnenbaden beobachten, wobei er aufrecht sitzend die Arme ausbreitet und Gesicht und Bauch der Sonne zuwendet. Schwimmen kann er allerdings nicht.
Das Vorkommen erstreckt sich über den Süden Madagaskars. Als Lebensraum bevorzugt der Lemur lichte Wälder, offene Gebüschzonen sowie steiniges Gelände.
In der Regel bringt das Weibchen ein Junges, selten Zwillinge, zur Welt. Es wird in den ersten Lebenswochen auf dem Bauch und später auf dem Rücken der Mutter getragen. Bei der Geburt hat das Junge blaue Augen.
Auf dem Speiseplan des Kattas stehen überwiegend Früchte, aber auch Blätter, Gräser, Kräuter und frische Triebe. Besonders gerne frißt er allerdings Feigendisteln. Wenn er die harte Schale mit den Schneidezähnen entfernt hat, beißt er Stücke davon mit den Backenzähnen ab. Dabei hält er seinen Kopf in die Höhe, damit der klebrige Saft nicht auf sein Fell tropfen kann.
Der Katta ist häufig in europäischen Zoos zu sehen. In seiner Heimat macht ihm der Raubbau durch Brandrodung der Urwälder schwer zu schaffen. Die Behörden auf Madagaskar erkennen erst langsam, daß sie etwas für den Schutz der Tiere unternehmen müssen, damit sie nicht ausgerottet werden.
Stand: 20.02.2007
© Katja Duske