Phoenicopterus andinus ?
R. A. Philippi, 1854

[Phoenicoparrus andinus] (R. A. Philippi, 1854)

  Andenflamingo oder Gelbfußflamingo
  Andean Flamingo
  Flamant des Andes


Kopf, Hals und Oberbrust der ausgewachsenen Andenflamingos sind weinrot, die Schwungfedern schwarz und das restliche Gefieder rosarot gefärbt. Der Schnabelansatz ist gelb, die Spitze schwarz. Zwischen den Nasenlöchern befindet sich ein roter Fleck. Die Iris ist orangebraun. Die Beine und Füße sind gelb. An den Füßen befinden sich nur drei Zehen. Die Größe beträgt bis zu 1,2 m.

Die Flamingos leben am Rande von vegetationslosen Salzwasserseen und in Brackwassersümpfen in den Anden von Chile, Nordwestargentinien, Westbolivien und Südperu in Höhen zwischen 2.000 und 4.500 m.

Sie sind Koloniebrüter. Die Brutzeit Ende November/Anfang Dezember fällt mit der Regenzeit zusammen. Das Nest ist ein von beiden Partnern gebauter Hügel aus Schlamm und Steinen. Das Weibchen legt ein Ei, welches von Männchen und Weibchen abwechselnd bebrütet wird. Nach 28 - 30 Tagen schlüpfen die Jungen und werden noch ungefähr drei Monate von den Eltern betreut. Gefüttert werden die Küken mit einem leuchtendroten Nährsekret, das von der Speiseröhre der Eltern abgesondert wird.

Die Flamingos ernähren sich von Blau- und Kieselalgen, die mit dem Schnabel aus dem Wasser geseiht werden. Sie pumpen dabei Wasser mit der Zunge in den Schnabel und pressen es durch Lamellen an den Schnabelseiten wieder heraus. In den Lamellen werden die Nahrungsteilchen herausgefiltert. Die obere, stark gekrümmte Hälfte des Schnabels weist dabei nach unten.

Flamingosystematik


Stand: 18.08.2005

© Katja Duske