Die Vampire bilden eine Fledermaus-Unterfamilie mit 3 Arten. Sie kommen alle in den amerikanischen Tropen und Subtropen vor. Die nachtaktiven Tiere halten sich tagsüber in Schlafkolonien in Höhlen oder hohlen Baumstämmen auf. Bei völliger Dunkelheit fliegen sie dann in die Nähe schlafender Warmblüter, selten auch Menschen, auf deren Blut als Nahrung sie sich spezialisiert haben. Ihre Zähne sind in hohem Maß an ihre Freßgewohnheiten angepaßt. Die oberen Eck- und Schneidezähne sind vergrößert und rasiermesserscharf. Mit ihnen beißen die Vampire an einer gut durchbluteten Stelle ein winziges Hautstück ab. Die Bezeichnung "Blutsauger" ist irreführend, weil nicht an den Wunden gesaugt, sondern das ausfließende Blut aufgeleckt wird. Das betroffene Opfer merkt meist nicht einmal, daß ein Vampir auf ihm gelandet ist, da diese Fledermäuse an den Handgelenken und auf den Fußsohlen kleine weiche Hautpolster besitzen, die ein leichtes Aufsetzen der Gliedmaßen ermöglichen. Auch der Biß selber ist praktisch schmerzlos und der Blutverlust ist nur gering. Da sich die Vampire allerdings ausschließlich von Blut ernähren, können sie Überträger gefährlicher Krankheiten wie Tollwut und Maul- und Klauenseuche sein. Die Möglichkeit einer nachträglichen Infektion der Wunde besteht ebenfalls und kann einige Unannehmlichkeiten verursachen.
| Fledertiersystematik |
Stand: 29.08.2005
© Katja Feldhoff