Mittelmeer-Hufeisennase
Mediterranean Horseshoe Bat
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Das lockere Fell der Mittelmeer-Hufeisennasen ist an der Oberseite graubraun und an der Unterseite grauweiß bis gelbweiß gefärbt. Ohren und Flughäute sind hellgrau. Nackte Teile des Gesichts wie Lippen und Hufeisen sind hell bräunlich. Der obere Sattelfortsatz ist spitz und etwas nach unten gebogen, der untere ist dagegen wesentlich kürzer und abgerundet. Die Lanzette wird nach oben hin gleichmäßig schmaler. Die Tiere besitzen breite Flügel. Das zweite Glied des vierten Fingers ist mehr als doppelt so lang wie das erste Glied. Diese Hufeisennasen erreichen eine Größe von 4,3 - 5,8 cm, eine Spannweite von 30 - 32 cm und ein Gewicht von 8 - 17,5 g.
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mitteleuropa bis nach Nordafrika. Die Fledermäuse leben in warmen, waldreichen Gebieten in der Nähe von Gewässern. Als Quartiere dienen Höhlen oder warme Dachböden, in denen die Tiere frei an der Decke hängen.
Nach Einbruch der Dämmerung fliegen sie in langsamem, gaukelndem Flug auf die Nahrungssuche nach Insekten. Sie sind durch ihren Flugstil sehr wendig und können soger auf der Stelle rütteln. Die Beute wird manchmal an so genannten Fraßplätzen vertilgt. Gejagd wird an warmen Hängen und in relativ dichtem Gebüsch.
Paarungen finden ab Ende Juli statt, können jedoch auch erst im Winterquartier erfolgen. In der Regel kommt ein Junges zur Welt.
Die Verständigung der Fledermäuse untereinander erfolgt durch tiefes Zirpen, Quietschen oder Zetern. Zur Orientierung werden durch die Nase frequenzkonstante Töne von 101 - 108 kHz ausgestoßen, die am Ende einen kurzen Frequenzabfall erfahren. Die Lautdauer beträgt 20 - 30 ms.
| Fledertiersystematik |
Stand: 29.08.2005
© Katja Feldhoff