Knoblauchkröte
Common Spadefoot oder Garlic Toad oder Common Spadefoot Toad oder European Common Spadefoot
Pélobate brun
Knoflookpad |
Die Knoblauchkröte erreicht eine Größe von 5 - 8 cm, wobei das Weibchen größer ist als das Männchen. An der Oberseite ist die Haut auf grauem bis graubraunem Untergrund mit unregelmäßigen dunklen Flecken und roten Tupfen bedeckt. Die Augen mit den tagsüber senkrecht schlitzförmigen und nachts fast runden Pupillen stehen stark hervor. Es sind keine Ohrdrüsen vorhanden und das Trommelfell ist von außen nicht sichtbar. An den Hinterbeinen befinden sich scharfkantige Fersenhöcker. Mit dieser "Grabschaufel" kann sich das Tier bei Gefahr schnell rückwärts in den Boden eingraben. Es greift den Feind aber auch aktiv an und kann auch beißen. Fühlt sich die Kröte bedroht, strömt sie einen intensiven Knoblauchgeruch aus, bläht ihren Körper auf und richtet die Beine auf. Sie ist nachtaktiv und hält von September bis März Winterruhe. In trockenen Sommern hält sie ebenfalls eine Sommerruhe.
Das Vorkommen erstreckt sich über West- und Mitteleuropa sowie Osteuropa bis zum Ural und nach Kasachstan. Als Lebensraum benötigt die Knoblauchkröte offenes, sandiges Gelände im Flachland.
Die Laichzeit findet zwischen März und Juni statt. In manchen Jahren gibt es noch eine zweite von Juni bis August. Nach der Paarung, bei der das Männchen das Weibchen umklammert hat, legt das Weibchen etwa 1.000 - 3.000 Eier an bis zu 50 cm langen und 1,5 cm dicken Laichschnüren in flachen und nährstoffreichen Stillgewässern ab. Nach 14 Tagen schlüpfen die Kaulquappen, die in späteren Stadien eine Länge von 10 - 17 cm erreichen können. Bis zum Folgejahr schwimmen sie gesellig herum. Erst dann erfolgt die Umwandlung in eine Kröte, die sich dann sofort in den Boden eingräbt.
Als Nahrung dienen dem Tier Insekten, Spinnen und andere Wirbellose.
Feinde sind vor allem Waldkauz, Graureiher, Mäusebussard, Schwarzmilan, Schleiereule, Spitzmaus und Wildschwein.
| Froschlurchesystematik |
Stand: 14.05.2007
© Katja Duske