Sichelente
Falcated Duck oder Falcated Teal
Sarcelle à faucilles |
Die Sichelente erreicht eine Größe von 48 - 54 cm, eine Flügellänge von 24 - 26,5 cm, eine Schnabellänge von 3,8 - 4,6 cm und ein Gewicht von 580 - 720 g. Im Brutkleid ist das Gefieder des Männchens am Körper grau. Der Kopf ist schillernd dunkelgrün mit einem Federbüschel am Hinterkopf. Die Unterschwanzdecken sind teils schwarz, teils gelblich gefärbt. Die Kehle und die verlängerten, abwärts gebogenen Ellenbogenfedern sind weiß. Der lange, dunkelgraue Schnabel und der relativ kurze, massige Körper des Weibchens ergeben eine kennzeichnende Silhouette. Kopf und Hals sind einheitlich graubraun, mit dichter, feiner, dunkler Sprenkelung. Das Gefieder ist an der Oberseite dunkel mit schmalen, braunen Säumen. Die braunen Federn an der Unterseite haben eine dunkle, V-förmige Zeichnung. Der Schwanz hat einen hellbräunlichen Rand. Der Bauch ist bräunlichgelb gefärbt. Im Flug kann man die weiße Kehle und die hellen Unterschwanzdecken des Männchens erkennen. Der Unterflügel ist hellgrau mit etwas dunkleren Schwingen. Der Oberflügel ist grau mit schwärzlichen Handschwingen und schwarzem, grün glänzendem Spiegel. Dieser wird nach vorne hin durch eine weiße Binde begrenzt. Das Weibchen erscheint im Flug einheitlich dunkel mit einer etwas helleren Bauchmitte. Der Unterflügel ist wie beim Männchen hellgrau. Die Oberflügeldecken sind graubraun und nur wenig heller als die Handschwingen. Der Flügelspiegel ist mit dem des Männchens identisch. Die Füße sind dunkelgrau und die Iris ist braun. Die Ente ist ein geschickter Flieger und steigt mühelos aus dem Wasser auf. Allgemein ist sie scheu und wachsam.
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Asien. Die Ente brütet an Sümpfen und Seen in offenen oder locker bewaldeten Niederungen. Zum Überwintern bevorzugt sie Flüsse, Seen und überschwemmtes Gelände im flachen Binnenland.
Im Herbst und Winter findet die Paarbildung statt. Von April bis Mitte Mai kehren die Paare dann zurück in die Brutgebiete. Die Brutzeit erstreckt sich von Mai bis Juli. Das Nest befindet sich meist in dichtem, hohem Gras oder unter einem Busch unmittelbar am Wasser. Nach der Brut versammeln sich die Vögel auf den Mausergewässern. Ab September ziehen sie dann in die Winterquartiere.
Die Nahrungssuche erfolgt vorwiegend auf dem offenen Wasser, am Rand des Röhrichtgürtels. Dabei wird die Wasseroberfläche abgesucht oder gegründelt. Manchmal weidet die Sichelente auch auf Gras- oder Ackerland.
| Gänsevögelsystematik |
Stand: 02.06.2003
© Katja Feldhoff