Anas platyrhynchos
Linné, 1758

Deutsch  Stockente
Englisch  Mallard oder Northern Mallard
Französisch  Canard colvert oder Canard malard


Anas platyrhynchos Linné, 1758 Die Stockente erreicht eine Größe von 56 - 62 cm, eine Flügellänge von 25 - 30 cm, eine Schnabellänge von 5 - 6 cm und ein Gewicht von 750 - 1.570 g. Das Gefieder des Männchens ist grau mit einem schwarzen Hinterende und einem blauen Flügelspiegel. Die beiden mittleren, blaugrün schimmernden, schwarzen Schwanzfedern sind aufgerollt. Die rotbraune Brust ist durch ein schmales, weißes Halsband vom flaschengrünen Kopf abgesetzt. Die Füße sind orange und der Schnabel gelb. Das Gefieder des Weibchens ist braun gefärbt mit einem blauen Flügelspiegel. Der Schnabel ist orange. Bei der Mauser der Flügel sind die Enten völlig flugunfähig, da alle Schwingen gleichzeitig ausfallen.

Anas platyrhynchos Linné, 1758 Die Ente brütet in ganz Europa mit Ausnahme von Skandinavien und Rußland. Im Winter lebt sie auch in Indien, China und Japan. Viele Vögel der nordrussischen Population wandern im Winter nach Westen bis Großbritannien und zur Nordsee. Südrussiche und ukrainische Tiere ziehen nach Südosteuropa und hier überwiegend nach Griechenland. Auch in Nordamerika, Australien und Neuseeland sind sie inzwischen heimisch. Als Lebensraum bevorzugen die Stockenten alle Binnengewässer und unter anderem auch Flußmündungen und geschützte Küsten.

Anas platyrhynchos Linné, 1758 Bereits im Herbst kommt es zur Paarbildung, wenn sich ab August/September viele weibliche und männliche Stockenten auf einer Wasserfläche versammeln. Dann ist zu beobachten, wie plötzlich ein Weibchen mit weit vorgestrecktem Hals eilig zwischen den anderen hin- und herschwimmt. Einige Erpel reagieren darauf mit hohen Pfeiftönen. Sie richten sich dabei ruckartig im Wasser auf und drücken den Schnabel gegen die Brust. Die Begattung wird im Frühjahr durch besondere Balzbewegungen eingeleitet. Dabei begrüßen sich die Partner, die sich schon im Herbst kennengelernt haben, durch Eintauchen der Schnabelspitze ins Wasser. Dann heben und senken sie abwechselnd die Köpfe. Der Schnabel wird parallel zur Wasseroberfläche gehalten. Nach der Begattung umschwimmt das Männchen das Weibchen mehrere Male. Manche Erpel paaren sich mit mehreren Weibchen. Das Weibchen legt zwischen März und Juli 5 - 12 cremefarbene Eier in eine gut getarnte Nestmulde in Wassernähe. Es bebrütet diese alleine 28 - 29 Tage lang. Die Küken sind Nestflüchter und können nach 50 - 56 Tagen fliegen. Es kommt häufig vor, daß mehr als eine Brut pro Jahr aufgezogen wird.

Anas platyrhynchos Linné, 1758 Stockenten sind Allesfresser und ernähren sich von Samen, Land- und Wasserpflanzen, Wirbellosen und Brot. Zur Nahrungssuche schwimmen sie gründelnd im flachen Wasser oder seihen Wasser oder Schlamm mit ihrem Lamellenschnabel nach Eßbarem durch.

Gänsevögelsystematik

Stand: 18.08.2005

© Katja Feldhoff