Branta leucopsis
Deutsch  Weißwangengans oder Nonnengans
Englisch  Barnacle Goose
Französisch  Bernache nonnette
BECHSTEIN, 1805


Branta leucopsis Die Nonnengans erreicht eine Größe von 58 - 71 cm, eine Flügellänge von 37,5 - 43 cm, eine Beinlänge von 6,5 - 8 cm und eine Schnabellänge von 2,7 - 3,3 cm. Männchen erreichen ein mittleres Gewicht von 1,8 kg und die Weibchen 1,6 kg. Das Gefieder ist an der Kehle, den Kopfseiten und der Stirn weiß oder gelblichweiß gefärbt. Die Zügel sind mehr oder weniger schwarz. Oberkopf, Hals, Brust und Schwanz sind schwarz. Die Flankenfedern sind weißlich mit grauer Mitte. Afterregion und Oberschwanzdecken sind weiß. Die Schulterfedern sind graublau mit breitem schwarzem Endband und schmalem weißem Saum. Die Schwingen sind schwarzgrau und die Unterflügeldecken aschgrau. Schnabel und Füße sind schwarz und die Augen dunkelbraun. Die Gänse leben sehr gesellig.

Das Verbreitungsgebiet verteilt sich auf Ostgrönland, Spitzbergen und Nowaja Semlja, wo jeweils eine Brutpopulation vorkommt. Im Winter zieht die Population von Grönland über Island auf die Hebriden und nach Irland. Die Population Spitzbergens fliegt die norwegische Küste entlang und dann quer über die Nordsee nach Südwestschottland und Nordwestengland. Die Gänse aus Nowaja Semlja ziehen über das Weiße Meer und die Ostsee nach Dänemark und weiter an die Nordseeküste in den Niederlanden.

Branta leucopsis Die Brutzeit verbringen die Nonnengänse an den Küsten in hocharktischen Regionen. Die Paare treffen ab Mitte bis Ende Mai im Brutgebiet ein. Gebrütet wird in kleinen Kolonien. Das Nest befindet sich meist zwischen Felsgeröll oder an steilen Klippen. Während der Mauser schließen sich die Familien schon im Brutgebiet zu Trupps zusammen. Der Aufbruch zum Winterquartier findet nach der Mauser ab Ende August bis Mitte September statt. Auf der Zugroute finden sich die Gänse auf traditionellen Rastplätzen ein.

Die Nonnengans weidet in dichten, großen Scharen an der Küste auf Salzwiesen und auf Weiden im küstennahen Marschland.



Gänsevögelsystematik


Stand: 02.06.2003

© Katja Feldhoff