Mergus cucullatus
Deutsch  Kappensäger
Englisch  Hooded Merganser
Französisch  Harle couronneé
LINNÉ, 1758


Mergus cucullatus Der Kappensäger ist ein kleiner, nordamerikanischer Säger mit großer, fächerartig spreizbarer Federhaube. Er erreicht eine Größe von 42 - 50 cm, eine Flügellänge von 18,5 - 20,5 cm, eine Schnabellänge von 3,4 - 4,1 cm und ein Gewicht von 550 - 680 g. Im Brutkleid hat das Männchen einen schwarzen Kopf mit weißen Haubenfedern mit schwarzen Enden. Der Hals ist ebenfalls schwarz. Die Brust und die Unterseitenmitte sind weiß. An der Brustseite befinden sich zwei parallele schwarze Vertikalstreifen. Die Flanken sind rötlichzimtbraun gefärbt mit grauer Zeichnung. Schwanzfedern, Ober- und Unterschwanzdecken sind sepiabraun mit gräulichem Anflug und gelblich- bis weißlichbraunen Rändern. Die Ellenbogenfedern sind schwarz mit breiten, weißen Schaftstreifen. Von unten sind die Schwingen graubraun gefärbt. Der Schnabel ist schwarz und die Füße bräunlichgelb. Die Augen sind gelb. Das Gefieder der Weibchen ist insgesamt dunkel graubraun gefärbt. Der Schopf ist kleiner als bei den Männchen. Die Federn werden zu den Spitzen hin zunehmend heller gelblichbraun. Kehle, Vorderhals und Unterseitenmitte sind weißlich gefärbt. Der Oberschnabel ist schwärzlich mit orangegelben Kanten. Der Unterschnabel ist gelblich. Die Füße sind gelbbraun und die Augen braun. Die Vögel leben paarweise oder in kleinen Gruppen mit höchstens 15 Exemplaren. Zum Auffliegen benötigen sie einen Anlauf. Dann fliegen sie aber schnell und wendig zwischen den Bäumen umher.

Das Vorkommen des Kappensägers unterteilt sich in zwei Populationen. Das Brutgebiet der westlichen Vögel erstreckt sich von Südalaska bis Montana und Oregon. Das Brutgebiet der östlichen Population umfaßt das Waldland Südkanadas und der nördlichen USA und reicht entlang des Mississippitals bis fast zur Golfküste. Als Lebensraum werden größere, offene Gewässer bevorzugt.

Die Paarbindung erfolgt im Winter. Ab Anfang Mai treffen die Paare auf den Brutgewässern ein. Bevorzugt werden Waldseen und -teiche und träge fließende Flüsse in Auwäldern. Genistet wird in Baumhöhlen bis 25 m Höhe. Die Männchen verlassen die brütenden Weibchen, um zu mausern.

Kappensäger bevorzugen von Bäumen umstandene Teiche und Seen, wo sie sich gerne nahe dem Ufer unter den überhängenden Zweigen aufhalten. Die Nahrung wird tauchend gesucht.



Zwergsäger Gänsevögelsystematik Gänsesäger


Stand: 02.06.2003

© Katja Feldhoff