Der Gänsesäger erreicht eine Größe von 56 - 69 cm, eine Flügellänge von 24 - 29,5 cm, eine Schnabellänge von 4,5 - 6 cm und ein Gewicht von 990 - 1.390 g. Das Männchen ist während der Balzzeit cremeweiß mit einem rosafarbenen Anflug auf der Brust, den man noch aus großer Entfernung erkennen kann. Der Kopf ist dunkelgrün mit einer gerundeten Federhaube. Während der übrigen Zeit ist das Männchen ähnlich gefärbt wie das Weibchen. Im Flug kann man ein weißes Armflügelfeld erkennen. Der schlanke, an der Spitze umgebogene, gezähnte Schnabel und die Füße sind rot. Das Weibchen ist grau und hat eine rotbraune Kopffärbung mit einer abgerundeten Kopfhaube.
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Island, Großbritannien und Skandinavien nach Rußland. Die Überwinterung findet in Japan, China, Nordindien, im südlichen Mittelsibirien, auf dem Kaspischen und Schwarzen Meer sowie im gemäßigten Mitteleuropa statt. Als Lebensraum bevorzugen die Vögel Flüsse und Seen in der nördlichen Nadelwaldzone und an den Alpen. Zum Überwintern ist die Nähe von Küsten erforderlich.
Bei der Balz reckt sich der Erpel im Wasser hoch, streckt den Hals aus und richtet die Scheitelfedern auf. Häufig kommt es dann auch zu einer Jagd zwischen beiden Partnern. Das Weibchen legt zwischen April und Juni 7 - 14 cremefarbene Eier in eine Baumhöhle oder Felsspalte, die mit einer Daunenschicht gepolstert ist. Es bebrütet die Eier alleine in 32 - 35 Tagen. Die Küken verlassen schon am ersten Tag mit einem Sprung aus der Höhle das Nest. Nach 60 - 70 Tagen werden sie flügge.
Die Nahrung der Gänsesäger besteht ausschließlich aus Fisch. Bei der Jagd können sie bis zu 10 m tief und 30 Sekunden lang tauchen. Oft jagen sie in Gruppen deutlich synchron zusammen. Zum Ausmachen der Fische tauchen sie häufig den Kopf ins Wasser.