Neochen jubatus
Deutsch  Orinocogans
Englisch  Orinoco Goose
Französisch  Oie de l'Orinoque
SPIX, 1825


Neochen jubatus Die Orinocogans erreicht eine Größe von 60 - 65 cm, eine Flügellänge von 30 - 33,5 cm, eine Beinlänge von 7 - 8,5 cm, eine Schnabellänge von 3,5 - 4 cm und ein Gewicht von 1,2 - 1,5 kg. Das Männchen wird deutlich größer als das Weibchen. Das Gefieder an Kopf, Hals und Brust ist blaß bräunlichgrau gefärbt. Es ist an den oberen Halsseiten gefurcht. Dadurch werden die dunklen Federbasen sichtbar und es entsteht eine feine, schwärzliche Streifung. Flanken und Bauch sind kastanienbraun. Nach oben hin sind die Flanken aufgehellt. Die Afterregion ist dunkelbraun. Vorderrücken und Schultern sind rotbraun. Die Unterschwanzdecken sind weiß. Rücken, Oberflügeldecken, Oberschwanzdecken und Schwanz sind schwarz mit einem grünlichen Glanz. Die teilweise weißen Außenfahnen der Armschwingen bilden einen weißen Spiegel. Die Unterflügel sind schwärzlich. Der Schnabel ist schwarz mit roten Oberschnabelrändern. Die Augen sind braun und die Füße rötlich. Beide Geschlechter haben das gleiche Aussehen. Die Gänse leben einzeln oder paarweise. Sie schwimmen und fliegen sehr selten, sitzen jedoch sehr häufig auf Bäumen.

Das Vorkommen erstreckt sich über tropische Niederungen im nördlichen Südamerika. Als Lebensraum werden Flachlandflüsse mit baumbestandenen Ufern und offener, savannanartiger Umgebung bevorzugt. Auch an Süßwassersümpfen in offener, locker bewaldeter Landschaft kann man die Orinocogans antreffen.

Das Brutgebiet umfaßt Guayana, in Venezuela den Orinoco und seine Nebenflüsse, Ostkolumbien, den äußersten Osten Perus, das Amazonasbecken, Paraguay, Ost- und Südbolivien und den Norden Argentiniens. Zu Beginn der Brutzeit setzen heftige Kämpfe zwischen rivalisierenden Männchen ein. Die Paare besetzen entlang der Flußufer große Territorien. Das Nest wird meist in Baumhöhlen, selten auch am Boden gebaut. Nach der Brut bilden sich kleine Mausertrupps mit bis zu 20 Vögeln.

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Gras, das auf den Savannen in der Nähe der Flüsse abgeweidet wird.



Gänsevögelsystematik


Stand: 02.06.2003

© Katja Feldhoff