Somateria mollissima ?
(Linné, 1758)

[Eider mollissimus] (Linné, 1758)
[Anas mollissima] Linné, 1758

Deutsch  Eiderente
Englisch  Common Eider
Französisch  Eider à duvet


Das Männchen der Eiderente erreicht eine Größe von 70 cm. Sein Brautgefieder ist schwarz-weiß gefärbt mit einer lachsfarben überhauchten Brust und grünlichem Hinterkopf. Das Weibchen wird 50 cm groß und besitzt ein beigegraues bis rötliches Tarngefieder. Außerhalb der Brutzeit ähnelt das Gefieder des Männchens dem des Weibchens. Am typisch langgestreckten Kopfprofil kann man die Eiderente leicht erkennen. Der Schnabel des Männchens ist gelb gefärbt. Auf dem Land bewegt sich die Ente plump und schwerfällig, im Wasser zeigt sie sich als gute Schwimmerin und Taucherin.

Über Küstengewässer und Flußmündungen der nördlichen Erdhalbkugel erstreckt sich das Vorkommen der Eiderente. Nördliche Populationen sind z. T. Zugvögel und verbringen den Winter im Nord- oder Ostseeraum.

Während der Brutzeit im April bis Mai wird ein flaches, mit Pflanzenmaterial ausgelegtes Nest in Wassernähe gebaut. Die Mulde wird mit Dunenfedern ausgepolstert, die sich das Weibchen aus dem eigenen Gefieder rupft. Es deckt damit auch die 4 - 6 graugrünen Eier zu, wenn es das Nest verläßt. Das Gelege wird 28 Tage lang von der Mutter bebrütet.

Auf dem Speiseplan der Eiderente stehen Muscheln, Krebstiere, Schnecken und Würmer. Die Nahrungssuche erfolgt tauchend oder im Flachwasser gründelnd.

Das Polstermaterial des Nestes wird schon seit langer Zeit von Menschen gesammelt und ist als Füllmaterial für Betten wegen der hervorragenden Isoliereigenschaften sehr geschätzt. Das Geheimnis der Isolierung dieser erstaunlichen Federgebilde liegt in einer hohen Anzahl extrem langer Verästelungen der einzelnen Daune. Um dieses begehrte Material in ausreichendem Maße gewinnen zu können, stellten die Isländer die Eiderente schon 1281 unter Schutz.



Gänsevögelsystematik

Stand: 31.08.2007

© Katja Duske