Accipiter gentilis
Deutsch  Habicht
Englisch  Goshawk
Französisch  Autour des palombes
LINNÉ, 1758


Der Habicht erreicht eine Größe von 48 - 59,5 cm, eine Flügellänge von 30,5 - 36,5 cm, eine Schnabellänge von 2 - 2,5 cm und ein Gewicht von 300 - 360 g. Das Weibchen ist größer als das Männchen. Das Gefieder ist an der Oberseite schiefergrau bis braungrau, die Unterseite weiß mit schwarzer Querbänderung. Die Kopfplatte ist dunkel und über den gelben Augen befindet sich ein weißer Streif. Jungvögel sind oben dunkelbraun und unten rahmfarben bis rötlich-braun gefärbt. Der Bauch ist kräftig dunkelbraun längs gefleckt. Der Schwanz ist lang und die Flügel kurz und breit.

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die gesamte Nordhalbkugel. Als Lebensräume werden große Wälder und Busch- und Heckenlandschaften bevorzugt.

Ein Habichtpaar benötigt ein großes Revier, das von beiden Partnern verteidigt wird. Beim eindrucksvollen weichen Balzflug kreist das Paar rufend hoch über seinem Revier, stürzt bisweilen 100 m ab oder steigt auf, wobei die gespreizten weißen Unterschwanzdecken aufleuchten. Der Horst wird auf hohen Bäumen aus Reisig gebaut oder es wird ein altes Nest, auch von anderen Greifvögeln, benutzt. Die Nistmulde wird mit frischen grünen Zweigen ausgelegt. Das Weibchen legt ab April bis Mai 3 - 4 grünlichweiße, ungefleckte Eier, die es überwiegend alleine in 35 - 42 Tagen ausbrütet. Die Jungen werden vom Weibchen mit der vom Vater erbeuteten Nahrung gefüttert. Nach 36 - 40 Tagen sind die Jungen flügge und verlassen das Nest. Sie bleiben dann aber noch mehrere Tage auf den Ästen rund um den Horst und werden erst nach etwa 70 Tagen selbständig.

Der Beutefang erfolgt meist aus der Deckung heraus als Überraschungsangriff. Dabei wird oft ein Anflug kurz über dem Boden bevorzugt. Das Nahrungsspektrum reicht von Vögeln bis zu Hühnergröße über Säugetiere von Maus bis Kaninchen und Hase. Die Weibchen können größere Beutetiere erlegen als die Männchen.



Greifvögelsystematik


Stand: 02.06.2003

© Katja Feldhoff