Der Schelladler erreicht eine Größe von 66 - 72 cm, eine Flügellänge von 48 - 54 cm, eine Schnabellänge von 3 - 4 cm und ein Gewicht von 1,7 - 3,2 kg. Das Gefieder der Altvögel ist dunkelbraun. Der relativ kurze Schwanz erreicht nicht einmal ein Drittel der Länge des gestreckten Flügels. An den sehr breiten Flügeln kann man am Hinterrand eine deutliche Ausbuchtung der Handschwingen erkennen. Auf dem Unterflügel sind die Flügeldecken dunkler als die Schwungfedern. Das Gefieder der Jungvögel ist im ersten Winter fast schwarz mit weißen Flecken auf den Decken und auf den Schulterfedern.
Als Sommervogel ist der Schelladler von Polen über Rußland und Sibirien bis zum Japanischen Meer verbreitet. Er überwintert in China, Indien, der Türkei und im Mittleren Osten. Einige Exemplare verbringen den Winter in Italien, in der europäischen Türkei und in Griechenland. Andere Individuen überqueren auch den Bosporus. Als Lebensraum dienen große Tieflandwälder und Sümpfe.
Der Horst wird aus Zweigen auf einem Baum gebaut. Das Weibchen legt 2 graue Eier, die es alleine in 43 - 44 Tagen ausbrütet. Meist überlebt nur ein Junges. Es wird nach 60 - 65 Tagen flügge.
Die Nahrung besteht aus Vögeln, Säugetieren und Aas.