Das Gefieder des Felsenbussards ist an der Oberseite und am Kopf grau und an der Unterseite weiß gefärbt. Seine Augen sind außergewöhnlich gut. Aus 100 m Höhe kann er eine Heuschrecke im Gras erkennen. Das ist dadurch erklärbar, daß alles, was er mit der Mitte seines Gesichtsfeldes anvisiert, 8-fach vergrößert wird. Weiterhin enthalten die Augen einen Polarisationsfilter. Dadurch wird es dem Felsenbussard möglich, durch Drehen des Kopfes einen Frosch unter einer spiegelnden Wasseroberfläche auszumachen. Ferner sind seine Augen in der Lage, ultraviolettes Licht zu sehen. Aus diesem Grund kann der Bussard auch gut getarnte Schlangen, die ultraviolett schillern, sehr gut erkennen. Auch die Stimme des Vogel ist außergewöhnlich. Er kann einen Ruf ausstoßen, der dem eines Schakals gleicht. Damit erreicht er, daß Hühner, die mit einem bodenbewohnenden Vierbeiner rechnen, auf den nächsten Busch oder Baum flüchten und dort für ihn zur leichten Beute werden.
Beim Balzflug wuchten sich beide Partner mit gewaltigen Flügelschlägen in die Luft. Das Männchen steigt dabei höher und gleitet dann vorsichtig tiefer, um das Weibchen zart am Rücken zu berühren. Dann schlägt der Terzel eine Seitenrolle, segelt mit dem Bauch nach oben und berührt wiederum sehr zärtlich die Füße des Weibchens. Dieser Ablauf wiederholt sich ca. 30 mal und damit ist der Bund fürs Leben geschlossen. Wird das Weibchen von einem Raubadler angegriffen, geht das Männchen umgehend in die Verteidigung über. Dafür revanchiert sich das Weibchen, wenn der Partner einmal kein Jagdglück hatte und überläßt ihm die Hälfte seiner Beute.
Die beiden Eier und später die Küken im Nest sind von den Attacken der Paviane, Meerkatzen und Schildraben bedroht. Auch hier verteidigt das Männchen sein Weibchen, das sich schützend über die Brut legt, und seine Nachkommen.