Falco peregrinus ?
Deutsch  Wanderfalke
Englisch  Peregrine Falcon
Französisch  Faucon pèlerin
TUNSTALL, 1771


Falco peregrinus Das Wanderfalkenmännchen erreicht eine Größe von 38 - 50 cm, eine Flügellänge von 29 - 37 cm, eine Schnabellänge von 2 - 2,5 cm und ein Gewicht von 580 - 1300 g. Das Weibchen ist etwas größer. Der Vogel hat eine etwas gedrungene Gestalt mit langen, spitzen Flügeln und einem kurzen, spitz zulaufenden Schwanz. Das Gefieder der Männchen ist an der Oberseite dunkelblaugrau, an der Unterseite weißlichbraun mit schwarzer Querbänderung und am Vorderkörper mit schwarzen Tropfenflecken. Ein breiter schwarzer Backenstreif ist deutlich von der Kehle und den Wangen abgesetzt. Die Weibchen sind etwas blasser gefärbt. Jungvögel haben ein eher graubraunes Gefieder und bei ihnen ist der Backenstreif meist noch nicht so deutlich abgesetzt. Im Sturzflug können Wanderfalken eine Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h erreichen und sind damit die schnellsten Vögel. Der charakteristische Flug besteht aus abwechselnd schnellem Flügelschlagen und längerem Gleiten.

Falco peregrinus Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Europa, Nordamerika, stellenweise Südamerika und Afrika. Wanderfalken bevorzugen offenes, felsiges Gelände, Mittel- und Hochgebirge sowie Meeresküsten. Sie sind Teilzieher und streifen in großen Gebieten umher. Den Winter verbringen sie gerne in Wassernähe.

Die Vögel nisten in Felshöhlen oder -nischen, manchmal auch in Bäumen, wobei sie dann auch die Nester anderer Greifvögel übernehmen. Das Weibchen legt im April 3 - 4 cremefarbene, rötlich gefleckte Eier. Es bebrütet das Gelege 29 - 33 Tage lang überwiegend alleine. Während dieser Zeit wird es vom Männchen mit Nahrung versorgt. Die Küken sind Nesthocker und werden 35 - 42 Tage lang von beiden Elternteilen gefüttert, bevor sie flügge werden. Auch danach werden sie noch etwa 2 Monate von ihren Eltern betreut.

Falco peregrinus Die Nahrung besteht aus Tauben, Staren, Drosseln, Rabenvögeln und in Wassernähe auch aus Watvögeln und Möwen. Wanderfalken schlagen ihre Beute ausschließlich im Flug.

Durch den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und durch rücksichtslose Verfolgung durch den Menschen hat der Bestand der Wanderfalken in Deutschland stark abgenommen und ist vom Ausssterben bedroht.



Greifvögelsystematik


Stand: 04.06.2003

© Katja Feldhoff