Pandion haliaëtus
Deutsch  Fischadler
Englisch  Osprey
Französisch  Balbuzard fluvatile
LINNÉ, 1758


Der Fischadler erreicht eine Größe von 51 - 59 cm, eine Flügellänge von 45 - 52 cm, eine Schnabellänge von 3 - 3,5 cm und ein Gewicht von 1,2 - 2,3 kg. Von der dunkelbraunen Oberseite hebt sich die weiße, braun gefleckte Unterseite sehr stark ab. Die Schwung- und Schwanzfedern haben eine Bänderung. Am Flügelbug befindet sich ein schwarzer Fleck. Im Flugbild sind die langen, schmalen Flügel besonders auffällig. Kopf und Schnabel sind im Verhältnis zur Körpergröße relativ klein. An den Füßen befinden sich sehr starke Krallen und die Fußunterseiten sind mit Hornschuppen bedeckt.

Abgesehen von Südamerika ist der Fischadler fast weltweit verbreitet. Als Lebensraum bevorzugt er Waldgebiete an Seen und Flüssen oder Küsten. Vögel aus Europa und Nordasien überwintern meist in den Tropen Afrikas und in Südasien.

Fischadler bauen ein großes Nest aus Zweigen und Ästen in hohen Bäumen, am Boden oder auf Felsen. Ende April bis Anfang Mai legt das Weibchen meist drei weiße, rotbraungefleckte Eier, die es in der Regel in 35 - 38 Tagen vorwiegend alleine ausbrütet. Die Nestlingszeit der Jungen dauert 51 - 59 Tage. In der Zeit werden sie vom Weibchen gefüttert.

Der Fischadler ernährt sich fast ausschließlich von Fischen. Dabei bevorzugt er Hechte und Forellen. Hat er beim Such- und Rüttelflug aus der Höhe einen Fisch erspäht, stürzt er mit vorgestreckten Füßen ins Wasser, das aufspritzend über ihm zusammenschlägt. Dabei greift er große Fische mit beiden Fängen, die mit nadelspitzen Krallen bewehrt sind. Der Adler faßt den Fisch an beiden Seiten der Rückenlinie wie mit einer Zange, weil zwei Zehen nach vorne und zwei nach hinten gerichtet sind. Er taucht sofort wieder aus dem Wasser auf und fliegt mit seiner Beute davon. Manchmal kommt ein Vogel beim Schlagen eines zu schweren Fisches nicht wieder hoch, sondern wird unter Wasser gezogen und ertrinkt.



Greifvögelsystematik


Stand: 12.02.2005

© Katja Feldhoff