Die Höhlenweihe erreicht eine Größe von 70 cm und ein Gewicht von 720 g. Das Gefieder ist an der Oberseite hellgrau gefärbt. Die Flügelspitzen sind schwarz und einige Federn weisen schwarze Punkte auf. Die Unterseite ist schwarz-weiß gebändert. Der Kopf ist sehr klein und das Gesicht ist rosa. Die Beine haben eine gelbe Farbe.
Als Lebensraum werden Urwälder, Baumsavannen und felsige Schluchten bevorzugt.
Die Höhlenweihe ist ein Raubvogel im wahrsten Sinne des Wortes. Am frühen Morgen startet sie in langsamem Suchflug oder flattert auf der Stelle, um systematisch alle Verstecke ihrer Beutetiere abzusuchen. Damit ihr das gelingt, weist ihr Körper anatomisch angepaßte Gliedmaßen auf. So kann sie ihre Knie nicht nur um 70 Grad nach hinten biegen, sondern auch nach vorne und um 30 Grad zu beiden Seiten. Dadurch kann sie z. B. in einem Höhlenlabyrinth mit dem Fuß in alle Ecken gelangen, die sie mit dem kleinen Kopf nicht mehr erreichen kann. Wenn kleine Beutetiere eine Höhlenweihe entdecken und in Verstecke flitzen, befinden sie sich genau dort, wo der Greifvogel sie am besten erbeuten kann. Er steckt auch beispielsweise den Kopf in die Eingangslöcher von kleinen Vögeln und fiept, so daß die Küken denken, sie bekämen Futter von ihren Eltern gebracht. Sie krabbeln dann zum Eingang und werden von der Weihe gefressen. In Höhlen pflückt sie Fledermäuse von der Decke und aus Baumhöhlen angelt sie Mäuse und Baumhörnchen. Außerdem meißelt sie Löcher in Ameisen- und Termitenbauten, um an die Beute zu gelangen. Diese Systematik bei der Nahrungssuche hat allerdings für die Höhlenweihe den großen Nachteil, daß innerhalb von 5 Jahren alle Beutetiere im 80 Hektar großen Jagdrevier ausgerottet sind und sie sich ein neues Gebiet suchen muß. Diese Suche erübrigt sich für die Tiere, die zu Stadtbewohnern in Südafrika geworden sind. Die dort vorhandenen Ratten können von den Weihen nur kurz gehalten, aber nicht ausgerottet werden.