Otis tarda ?
Linné, 1758

Deutsch  Großtrappe
Englisch  Great Bustard
Französisch  Grande Outarde oder Outarde barbue


Großtrappen sind stämmig gebaute Vögel mit kräftigen Lauffüßen. Kopf, Hals und Unterseite sind weißlich, der Rücken rostfarben mit schwarzer Bänderung gefärbt. Männchen besitzen ein rostfarbenes Brustband. Sie können eine Größe von 1 m erreichen, die Weibchen dagegen bringen es nur auf 80 cm. Mit 18 kg ist das Großtrappenmännchen einer der schwersten flugfähigen Vögel der Welt. Die Weibchen erreichen nur ein Viertel dieses Gewichtes. Die Flügellänge beträgt 47,5 - 63 cm und die Schnabellänge 2,5 - 3 cm. Die Tiere sind meist schweigsam und geben keine Laute von sich.

Die Trappen leben auf Grasland, Steppen, Heiden und Agrarflächen in Spanien, Ungarn, der Ukraine und Südsibirien. Die Vögel aus dem Osten überwintern in China, einige ukrainische ziehen in die Türkei.

Während der spektakulären Balz verwandeln sich die Männchen in einen weithin leuchtenden weißen Federball. Dafür klappen sie den Schwanz auf den Rücken und drehen die Flügel nach außen. Der Kopf wird in das Rückengefieder gelegt. Am Hals werden Luftsäcke ballonartig aufgepumpt. In dieser Stellung dreht sich der Trappenhahn zitternd und schwankend um seine eigene Achse. In der Brutzeit von April bis Juni legt das Weibchen 2 - 3 braun gefleckte, graue Eier in eine flache, spärlich mit Pflanzenmaterial ausgelegte Mulde. Es brütet in 25 - 28 Tagen allein die Jungen aus. Diese sind Nestflüchter und können nach 28 Tagen bereits fliegen.

Die Nahrung besteht aus grünen Pflanzenteilen, Samen, Insekten, Regenwürmern und kleinen Wirbeltieren.

Kranichvögelsystematik


Stand: 15.08.2005

© Katja Feldhoff