Buceros bicornis
Deutsch  Doppelhornvogel
Englisch  Great Hornbill
Französisch  Calao bicorne
LINNÉ, 1758


Das Männchen des Doppelhornvogels erreicht eine Größe von 1,3 m und das Weibchen 1 m. An Hals, Brust und Hinterkopf ist das Gefieder fahl ockerfarben und ansonsten ist es schwarz und weiß gefärbt.  Der charakteristische Schnabelaufsatz reicht hinauf bis zum Scheitel. Obwohl er sehr massiv und schwer aussieht, ist er aufgrund der Hohlkonstruktion sehr leicht. Vorder- und Hinterrand dieses Aufsatzes sind beim Männchen schwarz und beim Weibchen rötlich. Die Augen des Weibchens sind hell mit einem roten Rand und beim Männchen rot mit einem schwarzen Rand. Im Flug kann man sehr gut die schwarze Schwanzbinde sowie die weiße Flügelbinde und den -hinterrand erkennen. Es entsteht beim Fliegen ein deutlich hörbares, pfeifendes Flügelgeräusch. Der Vogel hält sich paarweise oder in Trupps überwiegend in Baumkronen auf.

Das Vorkommen erstreckt sich von Westindien bis nach Thailand und Malaysia sowie nach Sumatra. Als Lebensraum bevorzugt der Doppelhornvogel tropische Regenwälder.

In eine geräumige Baumhöhle in etwa 20 m Höhe legt das Weibchen 2 Eier. Danach mauert es den Höhleneingang von innen bis auf einen schmalen Spalt, durch den es vom Männchen gefüttert wird, zu. Das Gelege wird 28 - 31 Tage lang vom Weibchen bebrütet. Während dieser Zeit mausert es die Flug- und Schwanzfedern. Nach dem Schlüpfen verbringen die Jungen noch 2 - 3 Monate im Nest und werden von den Eltern versorgt.

Da der Vogel die meiste Zeit seines Lebens oben in den Baumkronen verbringt, muß er dort auch nach seiner Nahrung suchen. Dabei hüpft er geschickt auf den Ästen entlang. Auf dem Speiseplan stehen hautpsächlich Feigen, die geschickt mit dem langen Schnabel abgepflückt werden. Aber auch andere Früchte, Insekten, Schnecken und kleine Wirbeltiere landen im Magen des Doppelhornvogels.




Rackenvögelsystematik


Stand: 03.10.2003

© Katja Feldhoff