Kegelrobbe
Atlantic Gray Seal oder Horsehead Seal
Phoque gris oder Tête de cheval |
Das Männchen erreicht eine Länge von bis zu 2,3 m und ein Gewicht von 170 - 310 kg. Dagegen wird das Weibchen nur bis zu 2 m lang und 105 - 185 kg schwer. Die Grundfarbe der Kegelrobbe variiert in Grautönen, wobei die Oberseite dunkler ist als die Unterseite. Auf dem Körper verteilt befinden sich unregelmäßig geformte, unterschiedlich große Flecken und Punkte. Abhängig von der Grundfarbe sind diese mal heller und mal dunkler. Die meisten Männchen werden mit zunehmendem Alter dunkler. Besonders helle Tiere haben gar keine oder nur ganz wenige Flecken. Der Kopf des Tieres ist langgezogen und kegelförmig. Die Schnauze überragt den Unterkiefer. Die Augen sind klein und liegen relativ weit auseinander. Die Flipper sind kurz, breit und dick. Außerhalb der Fortpflanzungszeit leben die Tiere als Einzelgänger und kommen oft monatelang nicht an Land.
Das Vorkommen erstreckt sich über den Nordatlantik. Vor der Ostküste Kanadas, rund um Irland und Großbritannien, an der Nordküste Skandinaviens und in der Ostsee leben Kegelrobben. An sandigen und felsigen Küsten kommen sie an Land.
Während der Fortpflanzungszeit von Ende September bis Anfang März kämpfen die Männchen um das Fortpflanzungsrecht. Dabei kommt es meist zu Imponierkämpfen, sehr selten wird ein Tier im Kampf verletzt. Die Lautgebung spielt hierbei eine große Rolle. Die Robben sind nicht territorial und bilden auch keine Harems. Der Normalfall ist, daß sich ein Männchen mit mehreren Weibchen paart. Die Geburt findet an Land oder, in der Ostsee, auf dem Eis statt. Das Junge ist bei der Geburt 90 - 105 cm lang und 11 - 20 kg schwer. Es wird 2 - 2½ Wochen lang von der Mutter gesäugt. Danach wird es von ihr verlassen und muß nun selbständig schwimmen und jagen lernen, um nicht zu verhungern. Nach 2 - 4 Wochen wechselt das Jungtier sein cremefarbenes, seidigweiches Babyfell in das Erwachsenenfell.
Auf dem Speiseplan der Kegelrobbe stehen verschiedene Küsten- und Hochseefischarten sowie Tintenfische und Krebse.
| Raubtiersystematik |
Stand: 22.08.2005
© Katja Feldhoff