Gonepteryx rhamni
(Linné, 1758)

Deutsch  Zitronenfalter
Englisch  Brimstone
Französisch  Citron


Gonepteryx rhamni Männchen (Linné, 1758) Der Zitronenfalter erreicht eine Flügelspannweite von 5 - 6 cm. Das Männchen ist zitronengelb und das Weibchen grünlichweiß gefärbt. Beide Geschlechter haben einen orangeroten Punkt in der Flügelmitte. An den Flügeln befinden sich kleine, spitze Zipfel.

Das Vorkommen erstreckt sich über Europa, mit Ausnahme von Nordirland, Schottland und Nordskandinavien, sowie Nordafrika und Teile Asiens. Bevorzugter Lebensraum sind Wälder, buschbestandenes Gelände, Parks und Gärten.

Im Frühjahr gehen die Männchen entlang von Waldrändern und Lichtungen auf Brautschau. Beim Hochzeitsflug folgt das Männchen dem Weibchen in gleichbleibendem Abstand. Das Weibchen legt die Eier im Mai einzeln an Blättern oder jungen Trieben der Raupenfutterpflanzen, Faulbaum und Kreuzdorn, ab. Nach etwa 10 Tagen schlüpfen daraus die Raupen. Sie sind 33 mm lang und grün mit feinen schwarzen Flecken und an den seiten weiß gestreift. Ihre Futterpflanzen befinden sich in lockeren, feuchten Wäldern und Gebüschen auf kalkhaltigem Boden. Die Raupe frißt ungefähr einen Monat lang und ruht dann an der Mittelrippe eines Blattes. Im Juli findet die Verpuppung statt. Die Puppen, aus denen nach ca. 14  Tagen die Falter schlüpfen, sind an den Zweigen der Futterpflanzen befestigt. Der Falter hat eine Lebenserwartung von 10 - 11 Monaten. Seine Flugzeit ist von Juli - Oktober und nach der Überwinterung von Februar - Juni. Er benötigt als einziger mitteleuropäischer Falter kein geschütztes Versteck zum Überwintern, sondern wird durch eine spezielle Körperflüssigkeit vor dem Erfrieren bewahrt. Vermutlich versteckt er sich zwischen den Blättern immergrüner Pflanzen wie z. B. Efeu.


Schmetterlingssystematik

Stand: 21.08.2005

© Katja Feldhoff