Taubenschwänzchen oder Kolibri-Schwärmer
Humming-bird Hawk-moth
Moro-sphinx |
Das Taubenschwänzchen erreicht eine Spannweite der Vorderflügel von bis zu 4,5 cm. Diese sind unscheinbar braun und von einigen schwarzen Linien durchzogen. Die wesentlich kleineren Hinterflügel sind tief orange bis gelb gefärbt. Der Rumpf ist ebensfalls braun und am Hinterleib quergebändert mit einer schwarz-weißen Zeichnung an den Seiten. Diese wird durch verlängerte Schuppen gebildet und sieht wie ein Schwanz aus. Der Schwärmer verfügt über einen langen Rüssel.
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Südeuropa. Im Frühjahr fliegen die Taubenschwänzchen von dort über die Alpen nach Mitteleuropa, um dort den Sommer zu verbringen. Als Lebensraum bevorzugen sie sonnige Kahlschläge, Südhänge mit Gebüsch, Heideflächen, Waldränder und Gärten.
Pro Jahr existieren zwei Generationen von Taubenschwänzchen. Die erste fliegt von Mai bis Juli, da in dieser Zeit auch die Exemplare aus Südeuropa einfliegen. Von September bis Oktober lebt die zweite Generation. Ob in dieser Zeit ein Rückflug in den Süden stattfindet, ist noch nicht geklärt. Diese Generation überwintert südlich der Alpen. Die Eier werden einzeln auf oder nah bei Knospen und Blüten gelegt und die Raupen schlüpfen nach rund einer Woche. Die Raupe sieht dick und fleischig aus. Sie ist hellgrün gefärbt und hat an den Seiten einen gelben Längsstreifen, über dem es auf den hinteren Körpersegmenten jeweils einen roten Punkt gibt. Am Körperende befindet sich ein spitzer Stachel. In der Zeit von Juni bis August bildet sich die erste Raupengeneration und von September bis Oktober die zweite. Die Raupen ernähren sich von den Blättern der Labkraut- und Sternmierenarten. Am Boden erfolgt die Verpuppung in lockeren Gespinsten. Nach etwa 4 Wochen schlüpfen dann die Falter.
Die erwachsenen Tiere ernähren sich in der Natur vom Nektar aus Flockenblumen, Seifenkraut und Natternkopf, in den Gärten von Phlox, Geranien und Petunien. Dabei stehen sie im schwirrenden Rüttelflug vor den Blüten und saugen mit ihrem Rüssel den Nektar auf.
In Deutschland findet man das Taubenschwänzchen vorwiegend im Süden, wo es allerdings auch nur selten vorkommt.
| Schmetterlingssystematik |
Stand: 21.08.2005
© Katja Feldhoff