Cerastes cerastes !
Deutsch  Hornviper
Englisch  Horned Viper
Französisch  Vipère à corne
LINNÉ, 1758



Die Hornviper erreicht eine Länge von 50 - 60 cm. Ihre Farbe ist an den Sand ihres Lebensraumes angepaßt und reicht von rosa bis gelb. Auf dem Rücken befinden sich große, braune Flecken und stark gekielte Schuppen. Vom Auge zieht sich ein feiner, dunkler Strich zum Mundwinkel. Der Körper ist relativ dick und der Schwanz ist kurz. Der breite, dreickige Kopf ist deutlich vom Körper abgesetzt. Die Viper besitzt Röhrengiftzähne. Im Auge befindet sich eine senkrecht geschlitzte Pupille. Über jedem Auge befindet sich ein langes, spitzes Horn, das aus einer einzigen Schuppe besteht. Darauf kann sich der Sand sammeln, damit die Augen frei bleiben. Manchmal kommen auch hornlose Exemplare vor. Auf Sand bewegt sich die Viper seitenwindend fort. Zum Schutz vor den Extremtemperaturen der Mittagssonne gräbt sie sich durch rhythmische Muskelbewegungen in Körperlängsrichtung im Sand ein. Durch ein Aneinanderreiben ihrer Sägeschuppen erzeugt sie ein rasselndes Geräusch, um ihre Feinde abzuschrecken. Die Hornviper ist überwiegend nachtaktiv, ist aber im Frühjahr auch am frühen Morgen oder späten Nachmittag unterwegs. Während der kalten Jahreszeit hält sie eine mehrmonatige Winterruhe.

Das Vorkommen erstreckt sich über weite Teile Nordafrikas bis weit in die Sahara und daran angrenzende Gebiete und in den Nahen Osten. Als Lebensraum benötigt die Schlange buschbestandenes Gelände.

Im April bis Mai erfolgt die Paarung. Das Weibchen legt im Juli bis August 10 - 16 Eier, die zu einem Paket verklebt sein können, in leerstehende Erdbauten oder unter Steine. Die Jungen schlüpfen nach 6 - 8 Wochen

Auf dem Speiseplan der Schlange stehen Wüstennagetiere, kleine Vögel und Eidechsen, die durch den Giftbiß getötet werden.

Der Biß der Hornviper hat auf den Menschen eine cytotoxische Wirkung und muß mit einem Gegengift behandelt werden.




Schuppenkriechtieresystematik


Stand: 13.08.2003

© Katja Feldhoff