Chamaeleo chamaeleon
Deutsch  Gewöhnliches Chamäleon
Englisch  European Chameleon
Französisch  Caméléon vulgaire
LINNÉ, 1758



Das Chamäleon erreicht eine Länge von 20 - 30 cm. Seine Körperfarbe variiert je nach Stimmung und Umgebung in allen Schattierungen von grün bis braun, mit und ohne Musterung. Dieser Farbwechsel erfolgt durch mehr oder weniger rasche Verschiebungen in den Farbstoffzellen der Haut. Der Kopf ist groß mit einer tiefen Mundspalte. Die Augen ragen kegelförmig aus dem Kopf heraus und können unabhängig voneinander bewegt werden und in verschiedene Richtungen sehen. Dadurch können unterschiedliche visuelle Informationen gleichzeitig aufgenommen werden. Normalerweise ist der Schwanz eingerollt, kann aber auch als Greifschwanz eingesetzt werden. Die Füße sehen aus wie eine Greifzange. Daher eignen sie sich besonders zum Klettern und Festhalten an Ästen. Das Chamäleon ist ein Einzelgänger. Die kalte Jahreszeit verbringt es in Winterruhe.

In Nordafrika hält sich das Tier gerne am Rand von Oasen auf. Die Populationen in Südeuropa, auf Kreta, Malta und den Kanarischen Inseln bevorzugen als Lebensraum küstennahe Dünenbereiche und Küstenwälder mit Gebüsch. Auch im Vorderen Orient kommt das Chamäleon vor. Es verbringt die meiste Zeit seines Lebens im Gebüsch oder auf Bäumen.

Ungefähr 2 Monate nach der Paarung kommt das Weibchen Ende Oktober/Anfang November zur Eiablage auf den Boden. Es gräbt eine kleine Bodenmulde und legt dort 20 - 40 Eier hinein. Nach ca. 8 - 9 Monaten schlüpfen die Jungen.

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten. Das Chamäleon verfolgt zwei verschiedene Jagdstrategien. Entweder es schleicht sich langsam an die Beute heran, oder es wartet unbeweglich, bis ein Insekt auf etwa 20 cm herankommt und schleudert dann im Bruchteil einer Sekunde seine an der Spitze klebrige Zunge heraus, um die Beute zu fangen. Bei dieser Fangmethode kann es eine sehr hohe Trefferquote aufweisen. Die Zunge befindet sich normalerweise aufgerollt im Schlund des Chamäleons und kann genauso lang sein wie das Tier selbst.




Schuppenkriechtieresystematik


Stand: 12.08.2003

© Katja Feldhoff