Westliche Smaragdeidechse
Western Green Lizard
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Die Haut der Westlichen Smaragdeidechse ist vom Kopf bis zum Schwanz leuchtend grün mit schwarzen Punkten oder Streifen gefärbt. Das Tier erreicht eine Länge von 35 cm. Zwei Drittel entfallen davon auf den Schwanz. Dieser hat an jedem hinteren Wirbel eine eingebaute Sollbruchstelle, damit die Echse bei Gefahr die dort verlaufenden Ringmuskeln heftig zusammenziehen kann und das Schwanzstück abfällt. Das Nervensystem des Schwanzes arbeitet noch bis zu 20 Minuten weiter, so daß der abgeworfene Teil heftig zappelt und die Aufmerksamkeit von Feinden auf sich lenkt. Die Smaragdeidechse kann diesen Trick allerdings nur einmal in ihrem Leben anwenden, denn das nachwachsende Schwanzstück bildet keine neuen Wirbel, sondern nur einen langen Knorpel aus.
Das Vorkommen erstreckt sich über ein geschlossenes Gebiet von Nordspanien und Frankreich bis Italien. Kleine Inselvorkommen gibt es auch an mehreren Stellen in Deutschland.
Ende März bis Anfang April verläßt das Tier sein Winterquartier, um sich zu häuten. Das Männchen legt dabei sein Paarungskleid mit der typischen blauen Kopffärbung an. Die Männchen beginnen mit Revierkämpfen, bei denen sie sich wilde und geräuschvolle Verfolgungsjagden liefern. Im Mai findet die Paarung statt, wobei sich beide Geschlechter auch mit anderen Partnern einlassen. Das Männchen umkreist zunächst das Weibchen und beißt sich dann an seinem Schwanz fest. Daraufhin schleppt das Weibchen den Partner eine Zeit lang durch die Vegetation, bevor dieser das Weibchen weiter vorne packt und es begattet. Die jungen Eidechsen schlüpfen ab Ende August und wiegen dann etwa 1 g.
Ende September zieht es die Männchen schon wieder in ihr Winterquartier. Ihnen folgen kurz darauf die Weibchen. Die Jungtiere bleiben am längsten aktiv, um sich vor dem herannahenden Winter möglichst viel Gewicht anzufressen.
| Schuppenkriechtieresystematik |
Stand: 27.12.2006
© Katja Duske