Mauersegler
Common Swift
Martinet noir
Gierzwaluw |
Um die Jungen im Nest füttern zu können, sammeln die Eltern in der Luft geschnappte Insekten im Kehlsack. Dort bildet sich zusammen mit Speichel ein Futterballen, der die Größe einer Haselnuß hat. Nach einer leichten Massage der Kehle gibt der Altvogel den Ballen von sich. In den ersten Tagen der Nestlingszeit werden die Insekten aus dem Ballen in Portionen verfüttert, später, wenn die Jungen größer sind, als Ganzes. Der Elternvogel steckt dabei seinen Kopf tief in den Rachen der Jungen. Bei optimalen Wetterverhältnissen erfolgen über 30 Anflüge pro Tag ins Nest. Bei naßkalter Witterung können Fütterungen auch ganz ausbleiben. Ein Nestling bekommt nach dem 10. Lebenstag etwa 1 g Futter pro Tag. Erhalten die Jungen über einen längeren Zeitraum nicht genug Futter, fallen sie in einen ”Hungerschlaf“. Dabei wird die Körpertemperatur gesenkt und die Atemfrequenz verringert. Steigt die Umgebungstemperatur wieder an, erwärmt sich der Körper der Jungen sehr schnell und sie können nach kurzer Zeit wieder Nahrung zu sich nehmen.
| Seglervögelsystematik |
Stand: 29.01.2007
© Katja Duske