Graureiher oder Fischreiher
Grey Heron
Héron cendré |
Das Gefieder der Graureiher ist an der Oberseite grau und an der Unterseite weißlich. Die Arm- und Handschwingen und die Oberkopfseiten sind schwarz gefärbt. Am weißen Hals befinden sich an der Vorderseite schwarze Längsstrichel. Der schwarze Überaugenstreif läuft nach hinten in lange Schmuckfedern aus. Der lange Hals wird im Flug S-förmig eingezogen und die Beine werden lang ausgestreckt. Die Fischreiher fliegen mit langsamen, rudernden Flügelschlägen und rufen dabei laut "kraik".
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die Süßgewässer und Feuchtgebiete in Europa, Asien und Afrika.
Die Nahrungssuche erfolgt an flachen Ufern von stehenden und fließenden Gewässern. Graureiher lauern bewegungslos auf Beutetiere oder pirschen sich langsam schreitend an. Oft stehen sie auch bewegungslos mit eingezogenem Hals am Gewässerrand. Die Beute, z. B. Fische, Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger und Insekten, wird durch rasches Zustoßen mit dem Schnabel gepackt.
Die Vögel sind Koloniebrüter und bauen ihre Nester vorzugsweise in hohe Bäume. Während der Brutzeit von März bis Juni legt das Weibchen 3 - 5 Eier. Diese werden innerhalb von 25 - 28 Tagen von beiden Partnern ausgebrütet. Die Jungen werden nach 50 -55 Tagen flügge, kehren aber noch lange zum Nest zurück.
Graureiher sind die häufigste und am weitesten verbreitete Reiherart in Europa.
| Stelzvögelsystematik |
Stand: 15.07.2007
© Katja Duske