Kuhreiher
Cattle Egret
Héron garde-boeufs |
Kuhreiher haben einen kräftigen gelborangenen Schnabel. Die Beine sind im Sommer grünlich und im Winter dunkel. Das Gefieder ist im Winter einheitlich weiß. Zur Brutzeit sind Kopf, Brust und Vorderrücken mit rostfarben Federn geschmückt. Die Vögel erreichen eine Größe von 48 - 53 cm, eine Flügellänge von 24 - 26,5 cm, eine Schnabellänge von 5 - 6 cm und ein Gewicht von 300 - 390 g. Sie sind meist schweigsam.
Das Verbreitungsgebiet umfaßt Asien, Australien, Neuseeland, Süd- und Nordamerika, Portugal, Spanien und Frankreich. Die Brutvögel aus Frankreich ziehen im Winter auf die Iberische Halbinsel. Die Reiher leben in Feuchtgebieten, Savannen, auf Wiesen und Weiden.
Kuhreiher sind Koloniebrüter. Sie bauen die Nester auf Büschen und Bäumen am Wasser, manchmal auch auf Inseln in Seen. In der Brutzeit von April bis Juni legt das Weibchen 4 - 6 bläulichweiße Eier. Beide Partner brüten abwechselnd 21 - 25 Tage lang. Die Jungen werden nach etwa einem Monat flügge.
Die Vögel suchen die Nähe von Weidetieren. Sie leben von den Insekten und anderen Kleintieren, die die Huftiere aufscheuchen. Es kommt auch vor, daß die Reiher auf dem Rücken der Weidetiere reitend deren Haut nach Parasiten absuchen. Morgens und abends fliegen sie in Schwärmen von und zu den Schlafplätzen.
| Stelzvögelsystematik |
Stand: 22.08.2005
© Katja Feldhoff