Roter Sichler oder Scharlachibis
Scarlet Ibis
Ibis rouge |
Das Gefieder des Roten Sichlers ist mit Ausnahme der schwarzen Spitzen der Handschwingen rot gefärbt.
Das Verbreitungs- und Brutgebiet erstreckt sich über Südamerika und den Süden Nordamerikas.
Zur Paarungszeit werden Nester in Brutkolonien auf Mangroveninseln oder in Bäumen und Büschen gebaut. Dabei wird das Nistmaterial vom Männchen herangeschafft und vom Weibchen verbaut. Das Nest wird von beiden Partnern vehement verteidigt. Zwischen Ende März und Mitte Mai legt das Weibchen 2 - 4 Eier. Männchen und Weibchen brüten abwechselnd in 21 - 23 Tagen die Eier aus. Nach etwa drei Wochen fangen die Jungen an das Nest zu verlassen.
Mit dem sichelförmigen Schnabel gräbt der Scharlachibis im seichten Wasser nach Nahrung. Er ernährt sich von Würmern, Insekten, Muscheln und Krebstieren.
Der Rote Sichler ist heute eine vom Aussterben bedrohte Art und steht auf der Roten Liste. Schuld daran, daß diese Vogelart fast ausgerottet wurde, war die Mode. Die herrlichen roten Federn waren früher bei den Damen in aller Welt als Hutschmuck oder Federboa so begehrt, daß die Tiere deswegen gnadenlos verfolgt wurden.
| Stelzvögelsystematik |
Stand: 22.08.2005
© Katja Feldhoff