Heiliger Ibis
Sacred Ibis
Ibis sacré |
Der Heilige Ibis erreicht eine Größe von 65 - 80 cm. Das Gefieder ist weiß. Metallisch blauschwarz schillernde Schirmfedern hängen lang und zerschlissen über den Schwanz. Hals und Kopf sind nackt und schwarz. Der nach unten gebogene, lange, schmale Schnabel ist ebenfalls schwarz.
Das Vorkommen beschränkt sich auf den südlich der Sahara gelegenen Teil Afrikas. Vereinzelte Tiere kommen auch im Irak und Iran vor. Die Vögel leben meist in Gewässernähe.
Heilige Ibisse brüten in Kolonien. Das Nest befindet sich am Boden, im Gebüsch oder in Bäumen. Pro Jahr findet 1 Brut statt. Das Weibchen legt 3 - 4 Eier. Die Brut dauert ca. 21 Tage und die Jungen verlassen nach 5 - 6 Wochen das Nest. Bei der Fütterung würgen die Altvögel Nahrungsbrei direkt in den Schlund der Küken.
Die Nahrung besteht aus Reptilien, Fischen, Krebstieren, großen Insekten, Schnecken und gelegentlich auch Aas.
In Ägypten galt der Heilige Ibis als die Verkörperung des Mondgottes Thot, der als Ibis oder als Mensch mit Ibiskopf dargestellt wurde. Heute kommt der Vogel in Ägypten nicht mehr vor.
| Stelzvögelsystematik |
Stand: 22.08.2005
© Katja Feldhoff