Spitzmaulnashorn oder Schwarzes Nashorn
Black Rhinoceros oder Hook-lipped Rhinoceros
Rhinocéros noir |
Das Spitzmaulnashorn erreicht eine Kopf-Rumpflänge von ca. 3,20 m und ein Gewicht von 1,5 t. Der Kopf ist klobig und verfügt an der Spitze über 2 Hörner, von denen das vordere eine Länge von bis zu 1,40 m erlangen kann, und eine spitz zulaufende Oberlippe, die als Greiforgan ausgebildet ist. Die schiefergraue Haut ist unbehaart. Durch Wälzen im Staub kann die Haut, je nach Lebensraum, auch rotbraun, weißlich oder schwarz gefärbt sein. Die Nashörner leben als Einzelgänger in festen Territorien, die Weideplätze, Suhlen und schattige Ruheplätze umfassen und mit Kot und Urin markiert werden. Die Einzelreviere können sich stark überlappen. Die Spitzmaulnashörner gelten als sehr angriffslustig und sind für ihre heftigen Attacken auf Menschen und deren Fahrzeuge berüchtigt.
Das Vorkommen beschränkt sich auf vereinzelte Teile im östlichen und südlichen Afrika. Als Lebensraum dienen dichter Busch, lichter, unterholzreicher Wald und Bergland bis fast in 3.000 m Höhe.
Nashornkühe bekommen etwa alle 3 Jahre 1 Junges. Sie sind in der Regel 3 - 4 Tage brünstig und bleiben dann auch nicht lange alleine. Männchen und Weibchen stehen sich dann Nase an Nase gegenüber und beriechen sich unter einem gurgelnden Geräusch. Häufig fordert das Weibchen das Männchen durch einen heftigen Hieb mit dem Horn in die Seite zu einer Art Kampfspiel heraus. Kommt ein zweiter Bulle ins Spiel, wird er vom ersten nicht verjagt. Beide Männchen überlassen die Partnerwahl dann dem Weibchen. Die Paarung dauert ungefähr 20 Minuten. Nach einer Tragzeit von ungefähr 419 - 476 Tagen kommt das Kalb zur Welt. Gleich nach der Geburt kann es aufstehen und mit der Mutter mitlaufen. Es wird ca. 1 1/2 Jahre gesäugt und insgesamt 3 Jahre von der Mutter betreut.
Die Nahrung besteht aus Laub und Zweigen, die mit spitzen Lippen von Sträuchern gezupft werden. Aber auch Kräuter stehen auf dem Speiseplan.
Da dem gemahlenen Horn der Nashörner eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt wird, laufen sie ständig Gefahr von Wilderern erschossen zu werden.
| Unpaarhufersystematik |
Stand: 29.11.2005
© Katja Feldhoff