Dülmener Wildpferd


Dülmener Wildpferd Das Dülmener Wildpferd erreicht eine Größe von 1,20 - 1,35 m. Die Hängemähne, der Stirnschopf und die vielen verschiedenen Farbvarianten lassen darauf schließen, daß es sich bei dieser Rasse nicht mehr um ein Wildpferd handelt, sondern um ein domestiziertes Tier. Das Auftreten von Pferden mit mausgrauer und falber Färbung weist jedoch auf reichlich vorhandenes Blut der Urwildpferde hin. Die grauen Tiere tragen das Blut des Tarpans in sich, während die falben Tiere auf das Przewalski-Pferd zurückgehen. An den Oberbeinen tragen sie häufig schwarze Querbinden als Zeichen ihrer primitiven Herkunft. Ein weiteres Indiz hierfür ist der schwarze Aalstrich, der sich in der Rückenmitte von der Mähne bis zum Schweif erstreckt. Als weitere Farbvariationen gibt es dunkelbraune, braune, schwarze und fuchsfarbene Tiere. Sie können als Haustier ein Alter von 25 - 30 Jahren erreichen.

Dülmener Wildpferd Die Tiere leben in freier Wildbahn im Merfelder Bruch bei Dülmen in einem Gebiet mit einer Größe von 1.200 Morgen. Das Gebiet ist mit Weide, Moor, Heide, Birkengestrüpp und Nadel- und Laubwald abwechslungsreich gestaltet. Die Pferde finden hier genug Nahrung und Schutz. Die Herde besteht mit den Fohlen im Durchschnitt aus 250 Tieren. Sie leben in der Regel ohne Zufütterung. Nur wenn viel Schnee liegt, werden sie an einigen Futterstellen mit Heu versorgt. Mit Krankheiten und Geburten müssen sie jedoch alleine fertig werden. Tiere, die zu schwach oder zu alt sind, werden von der Natur ausgemerzt.

Dülmener Wildpferd An jedem letzten Samstag im Mai wird die Herde in eine Arena getrieben, wo die einjährigen Hengste eingefangen und dann versteigert werden. Nach dem Einfangen der Jährlinge werden Deckhengste in die Herde gebracht, die dort bis September verbleiben. Stuten werden in freier Wildbahn geboren und sterben auch dort.


Hauspferd

Stand: 30.11.2005

© Katja Feldhoff