Der Narwal erreicht eine Länge von 4 - 6 m und ein Gewicht von 0,8 - 1,6 t. Die Haut ist grau, wobei der dunklere Rücken eine unregelmäßige Fleckung aufweist. Das Männchen verfügt über einen 2 - 3 m langen, geraden, schraubig gedrehten Stoßzahn, der sich aus dem linken Zahn im Oberkiefer bildet. Bis ins 17. Jahrhundert glaubte man, er sei das Horn des sagenumwobenen Einhorns. Da ihm magische Kräfte zugeschrieben wurden, wog man es im Mittelalter mit Gold auf. In Wirklichkeit wird der Stoßzahn im Kampf um die Weibchen und als Zeichen für Stärke eingesetzt. Bei einzelnen Männchen durchbricht auch der zweite Zahn auf der rechten Seite den Oberkiefer. Vereinzelt kann man auch bei Weibchen diesen Stoßzahn beobachten. Er wird allerdings nur ca. 1,20 m lang und ist sehr dünn. Dieser Walart fehlt eine Finne. Stattdessen ist in der Körpermitte ein leichter Buckel vorhanden. Die grauen Flipper sind an den Spitzen nach oben gerollt. Vor einem tiefen Tauchgang wird manchmal die Fluke aus dem Wasser gehoben. Der Narwal ist ein schneller und wendiger Schwimmer und taucht bis zu 30 Minuten lang. Er lebt sehr gesellig in großen Herden.
Das Vorkommen erstreckt sich über das Nördliche Eismeer bis ungefähr zum 65. Breitengrad im Süden. Bevorzugt werden dort Pack- und Treibeisregionen, aber auch Buchten und Fjorde.
Alle 3 Jahre bringt das Weibchen 1 Kalb, selten auch Zwillinge, zur Welt. Es wiegt dann schon 80 kg und ist 1,5 - 1,7 m lang. Das Junge wird bis zu 2 Jahre lang von der Mutter gesäugt.
Die Nahrung besteht vorwiegend aus am Grund lebenden Plattfischen, Tintenfischen und kleinen Krebsen.
Natürliche Feinde des Narwals sind Schwertwale, Walrosse, Eisbären und Haie. Der größte Feind jedoch ist der Mensch. Schon seit Jahrhunderten wird der Wal wegen seines Stoßzahnes gejagd. In der chinesischen Medizin glaubt man noch heute an dessen Heilwirkung.